Pressestimmen - CD-Besprechungen

 


"Eine Sternstunde im Spiel auf historischen Instrumenten"
Pressestimmen - eine Auswahl der letzten Jahre

Noch mehr als durch seine stupende Technik begeisterte Steger (Maurice Steger) aber durch sein ausdruckstarkes, gleichsam "rhetorisches" Spiel, mit einer reichen Palette an Nuancen in der Dynamik und der Artikulation.
Verschmitzen Humor bewies er in "Il Gardellino", dessen Vogelrufe er mit musikalischem Witz - und entsprechender Mimik - gestaltete. Dabei konzertierte er weniger als Solist, sondern als primus inter pares gemeinsam mit den Orchestermusikern, zu denen er immer den Blickkontakt suchte. So entstanden Interpretationen aus einem Guss und aus einer gemeinsamen musikalischen Haltung.
Basellandschaftliche Zeitung, 22.08.2007

So war ein aufrührerischer, ungezähnter Beethoven zu hören, kein "Klassiker", sondern ein Musiker des Sturm und Drang, ungebärdig, selbst im hier im kraftvoll-derb ausgespielten Jubel der Ecksätze.
Angefeuert von Dominik Kiefer setzen die ausgezeichneten Musiker dieses Konzept in einer mitreissenden Aufführung um. … Das Publikum bejubelte zu Recht, diesen fulminanten Schlussstrich unter die mit diesem Konzert abgeschlossene Saison des Orchesters
Basellandschaftliche Zeitung, 4. 6 2007


… Aber die schönsten Farben lieferten ohnehin die von Konzertmeister Dominik Kiefer angeführten Capriccio-Musikerinnen und -Musiker… Und als wären die 23 Variationen von Francesco Geminiani über Corellis "Follia"-Thema nicht schon verrückt genug, boten Domninik Kiefer, Eva Noth, Matthias Jäggi und Ilze Grudule als konzertante Sologruppe bizarre Virtuosenstücke, dass es ein Vergnügen war… Ein stimmig ausgedachter, vif dargebotener Abend - kurz: fantastisch!
Basler Zeitung, 16.10.2006

Zu hören waren - wie immer bei diesem Orchester - lebendig artikulierte Interpretationen von mitreissender Vitalität und Musizierzlust. Noch einmal angestiegen ist, scheint mir, das spielerische Niveau der wendigen, präzis zusammen musizierenden Streicher, die beispielsweise den Mittelsatz der Bach-Sinfonie mit gosser Ausdruckskraft erfüllten und in den "Follia"-Variationen ein breites Spektrum an Bogenführung und Farben vorführten.
Basellandschaftliche Zeitung, 16.10.2006

Farbig auch die Interpretation durch die Capriccio-Mitglieder: Der auf eine besonders gut besetzte, achtköpfige Continuo-Gruppe gegründete Klangkörper überzeugte mit differenzierter Dynamik mit auffallend zarten Pianissimo-Passagen und erzielte stets einen organischen Gesamteindruck. Eine schwungvolle und dennoch souveräne und niemals gehetzte Herangehensweise machte sich in den mit "Allegro" und "Presto" überschriebenen Sätzen bemerkbar, während die langsamen Abschnitte von leuchtender innerer Ruhe erfüllt waren.
Basellandschaftliche Zeitung, 04.09.2006

Mozarts Sinfonie in g-Moll KV 550 entfaltete sich mit wunderbaren Farbwechseln, bei den Bläsern so unnachahmlich schwebend, dass auch den Kraussympathisanten bald klar war, wer hier der Meister ist. Dafür dass das Ensemble Capriccio ohne Dirigent spielte, war die Koordination des Orchesters schlicht bravourös.
Neue Zürcher Zeitung, 16.01.06

Der Beweglichkeit und Variabilität der Phrasierungskunst des Orchesters verdankten sich Momente von eindringlicher Transparenz, aber auch von huschender Flüchtigkeit. Das dramatische Gewicht schien sich beinahe in den langsamen zweiten Satz zu verlagern: ungewohnt aber spannend. Die faszinierende Musizierweise des Orchesters, das ohne Dirigent auftritt und mittels eines dichten Kommunikationsnetzes zur Koordination findet, wird schon im Februar wieder in Zürich zu hören sein.
Tages Anzeiger, 17.01.06

Barockmusik von musealem Staub zu befreien und sie in alter Frische erstrahlen zu lassen, dieser Aufgabe verschreiben sich - allerdings mit unterschiedlichem Erfolg - immer wieder neue Orchesterformationen. Capriccio Basel, unter der Leitung des Geigers Dominik Kiefer, hat sich binnen weniger Jahre einen Spitzenplatz erobert. … Die Musikerinnen und Musiker von Capriccio Basel alle in Sachen historischer Aufführungspraxis bestens ausgebildet, spielen mit derartiger Lust und Lebendigkeit, dass die Concerti der italienischen Barockmeister unwiderstehliche Präsenz gewinnen.
Zürcher Oberländer, 12.12.05
Auch hier begeisterte Capriccio durch sein organisches, präzises, vitales Musizieren. Die mitreissend gespielte "Tambourin" am Schluss provozierte das Publikum zu Jubel und Bravorufen. Sie waren wirklich verdient!
Basellandschaftliche Zeitung, 17.10.05

Unter dem Titel "Musikalische Delikatessen" setzte sich das Barockorchester Capriccio Basel einmal mehr für wenig bekannte Komponisten des 18. Jhdts. ein. … Mit seiner stimmigen, fein geschliffenen Interpretation zeigte das schlank, transparent und reaktionssicher spielende Ensemble zum Ende seiner Spielzeit den hohen Standard, den es heute erreicht hat.
Basellandschaftliche Zeitung, 04.04.05

Das Barockorchester pflegt unter der Leitung des Obwaldners Dominik Kiefer (Konzertmeister) ein hochgespanntes barockes expressivo-Musizieren: intensiv ausgekostet im Klang, überrumpelnd und temperamentvoll und scharf ziseliert in dramatischen Attacken. Orchestraler Höhepunkt war Arcangellos Corellis Concerto grosso für die Weihnachtsnacht, wo all das, farbig untermalt von einer Continuogruppe mitsamt Theorbe, in suggestiver Klangrede zusammenfand.
Neue Luzerner Zeitung, 06.12.2004

Besonders fiel in dieser zweiten Koproduktion von Capriccio und Steinwarz die Präzision auf, mit der Tanz und Musik verzahnt waren. Nicht auf verschiedenen Ebenen, sondern zusammen auf einer Bühne reagierten die Partner aufeinander, vollzogen gemeinsam den Schritt zu etwas, das trotz seines experimentellen Charakters die Vollkommenheit eines kleinen, wunderschönen Gesamtkunstwerkes hatte.
Basler Zeitung, 30.04.2004

Wach und präsent, ungemein beweglich und dynamisch weiträumig war das Orchester, das nicht umsonst den Ruf des vielleicht besten Alte-Musik-Ensembles der Schweiz trägt.
Zürcher Unterländer, April 2004

Man war höchst angetan von der Lockerheit und Entspanntheit des Ensembles, von der Präzision des Zusammenspiels, von der Biegsamkeit des Klangs…, beeindruckt von der Wachheit und Spieldisziplin, mit der die Streicherinnen und Streicher den Anweisungen ihres Konzertmeisters Dominik Kiefer folgten.
Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2003

Der Altist Andreas Scholl sang in einem Konzert des Barockorchesters Capriccio in der Martinskirche zwei der drei Leipziger Kantaten. Das Orchester und vor allem David Blunden am Orgelpositiv reagierten feinfühlig und präzis. In den instrumentalen Abschnitten der Kantaten und in der Orchestersuite gefiel ihr frischer Zugriff auf Bachs Partitur. Sie hielten die Musik in lebendigem, klar akzentuiertem Fluss. Die Ouvertüre BWV 35 begann im Schlussteil förmlich zu swingen. Auch die Orchestersuite erhielt tänzerische Leichtigkeit, mit vollem Ton und warmem Glanz.
Basellandschaftliche Zeitung, 23.06.2003

Womit beginnen bei einem Konzert, das fast ohne Ausnahme begeisterte? Farbenreichtum entwickelte das Ensemble unter der agilen Präsenz seines Konzertmeisters Dominik Kiefer. Der nuancierte Streicherklang, die Gesanglichkeit der Holzbläserinnen, die kraftvolle Bassgruppe mit Celli, Violone und Fagott und schliesslich das Continuo-Spiel von Laute und Cembalo waren präzis aufeinander abgestimmt, und das Orchester vermochte seine Jugendlichkeit in Musik zu verwandeln.
Basler Zeitung, 25./26.01.2003